
Editorial
500 Millionen Mitglieder hat Facebook im Juni 2010. Wenn es nach Einwohnerzahlen geht, ist das soziale Netzwerk das drittgrößte Land der Welt. Das hat Konsequenzen, für nahezu alle gesellschaftlichen Gruppen. Auch für uns Journalisten – denn wir sind mittendrin, immer da, wo Menschen sind. Unsere Arbeitgeber kommen langsam hinterher, sie haben jetzt Fanseiten, stellen Artikel und Filme ein – und müssen plötzlich mit ihren Lesern und Zuschauern reden!
Das ist wohl einer der wichtigsten Aspekte von dem, was gemeinhin „Social Media“ genannt wird. Empfänger und Sender kommen sich nahe, sie debattieren und diskutieren. In unzähligen Blogs, Foren und Videokanälen verschwimmen die alten Grenzen. Jeder User kann Inhalte produzieren – Filme drehen, Texte schreiben, Podcasts erstellen. Er wird selbst zum Medium, das auf Leser und Zuschauer hofft. Platz genug bietet das Netz.
Was bedeutet das für den Journalismus? Wir, der 8. Jahrgang der Evangelischen Journalistenschule Berlin, haben uns dieser spannenden Frage angenommen. In einem multimedialen Online-Magazin, das wir in vier Tagen gestemmt haben. Es ist so geworden, wie das Web ist: schnell, mäandernd in Inhalt und Form. Und nur ein festgehaltener Moment auf einer Reise, die nie zu Ende geht.
Für uns war es eine aufregende Zeit. Aber die Nerven verloren hat keiner – schließlich haben wir schon während der Produktion unseres Printmagazins Einsichten13 ein eigenes Format zu Medienthemen entwickelt.
Wir wünschen allen Besuchern von Einloggen13 viel Freude beim Lesen, Sehen Hören und Klicken. Zeigt es jedem, den Ihr kennt. Denn wie sagen die Web-Gurus so schön: „Sharing is Caring“.
Eure Redaktion
Foto: violinha, CC-by-nc-nd 2.0